CO2 braucht einen Preis – aber welchen? Und kann ich den mit Karte zahlen? /

In jüngster Vergangenheit hört man vermehrt Rufe danach, dass “CO2 einen Preis brauche”. Gemeint ist natürlich die Emission von CO2, die bepreist werden soll. Dies ist daher gerecht und sinnvoll, da mit der Klimaaktivität von CO2 Veränderungen einhergehen, die anderswo im Erwartungswert zu Kosten führen. Als Beispiel sei hier ein geringerer Wert von Agrarflächen aufgrund geringerer Produktivität oder Anpassungskosten bei steigenden Meeresspiegeln oder vermehrten Extremwetterlagen genannt. Da CO2 jedoch bei nahezu allen zivilisatorischen Prozessen (Wärmeerzeugung, Stromerzeugung, Mobilität, Nahrungsmittelanbau, Produktion von Gütern etc.) entsteht, ist es nicht möglich die Emission zum jetzigen Zeitpunkt komplett zu unterbinden. Der Emission einen zusätzlichen Preis zu geben, wodurch der vom Emittenten erzielte Vorteil, der auf Kosten der Allgemeinheit geht, “abgeschöpft” wird, macht also volkswirtschaftlich absolut Sinn. Aber was ist nun ein fairer Preis für CO2 Emissionen und mit welchen Instrumenten kann die Umsetzung am besten gelingen?