Warum ein ausgeglichener Bilanzkreis wichtiger wird

Lange Zeit war Bilanzkreistreue, also die Maxime, seinen Verbrauch oder Generation exakt mittels Handelsfahrplänen auszugleichen, für viele Bilanzkreisverantwortliche (BKV) und Entscheider von eher untergeordneter Relevanz. Durch liquide und ausreichend effiziente Märkte wurde sichergestellt, dass im Normalfall keine statistische Preisdifferenz zwischen den nacheinandergeschalteten physikalischen Märkten (Weekahead, DayAhead, Intraday und Balancing) entstand – und somit BKV, die keine marktbeherrschende Größe haben in der Regel ökonomisch gut damit fuhren, längerfristige Fahrpläne einzukaufen und keinen besonderen Fokus auf Forecasting und kurzfristiges Balancing zu legen. Hierdurch wurden trotz steigendem Anteil an erneuerbaren Energien am Strommix sinkende Regelenergiekosten verzeichnet und eine sehr gute Bilanzierung des gesamteuropäischen Netzes erreicht.